Skive Kirche

Die Kirche von Skive ist allgemein als „Rote Kirche“ bekannt und ist eine der beiden Nebenkirchen von Skive City.

Kirche von Skive, ca. 1940. Stadtarchiv Skive

Die Stadt wächst aus der Kirche Unserer Lieben Frau

Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Skive einen erheblichen Bevölkerungszuwachs. Die Stadt wuchs von etwa 1.000 Einwohnern im Jahr 1840 auf 6.000 Einwohner im Jahr 1900. Dadurch entstand der Bedarf an einer größeren Kirche in der Stadt. Ursprünglich war geplant, die alte mittelalterliche Kirche Vor Frue Kirke (die weiße Kirche) abzureißen und an dieser Stelle eine neue Kirche zu errichten, aber die ungewöhnlichen Fresken in den Gewölben der Vor Frue Kirke änderten die Pläne und die mittelalterliche Kirche durfte erhalten bleiben.

Stattdessen wurde die Skive-Kirche neben der Liebfrauenkirche errichtet. Die Skive-Kirche wurde 1895-98 gebaut, und der Bau wurde durch einen Zuschuss von 100.000 DKK des Apothekers G. Norgaard und seiner Frau, was 2/3 der Baukosten entsprach.

Der Standort der Kirche ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass der Architekt H. J. Holm, die Kirche und die Stadt miteinander verbinden wollte und deshalb den 37 Meter hohen Kirchturm so platzierte, dass er von den Straßen aus fast bis zum Østertorv zu sehen war. Die Süd-Nord-Ausrichtung der Kirche geht auf den Wunsch der Stadt Skive zurück, westlich des Kirchengebäudes Platz für einen Pferdemarkt zu schaffen, wo sich derzeit (2025) ein Parkplatz befindet.

Die Architektur der Kirche

Die Kirche ist im historisierenden Stil mit vielen Details aus der Renaissance gebaut. Sie besteht aus rotem Backstein mit Querverstrebungen auf einem Granitsockel und ist mit Kalksteinbändern und Mauerwerksmustern an den Türen und Fenstern verziert, die von Fenster zu Fenster variieren. Die Fenster selbst haben ein schlankes Profil. Die Backsteinpilaster sind mit „Mönchen und Nonnen“ verziert. Die verkupferten Dächer zeigen, wie Details sowohl praktische als auch ästhetische Bedeutung haben können. Über dem Turm befindet sich eine vergoldete Windfahne.

Die Geschichte des tapferen Zimmermanns

Es gibt eine Geschichte, die besagt, dass es während des Baus der Kirche von Skive einen besonders mutigen Zimmermannsgesellen namens Morten Christensen gab, der es vorzog, sich auf den Kopf zu stellen und auf die Spitze des Turms zu steigen, als dieser noch im Bau war. An diesem Tag war kein Fotograf anwesend, aber ein Fotograf aus Skive hat später eine Aufnahme gemacht, auf der man sehen kann, wie es aussah, als Morten Christensen kopfüber auf der Turmspitze stand.

Zimmermann Morten Christensen steht kopfüber auf der Turmspitze der Kirche von Skive, 1897. Stadtarchiv Skive

Quellen

Eskildsen, Jens und Mortensen, Niels (1998). 43 spannende Gebäude in Skive Bykerne. Skive Museums Forlag.

Forfatter mahav