Pfad zum Zoll

Westlich des Stadtzentrums von Skive liegt der Toldstien. Er ist der letzte sichtbare Rest der Zollgrenze, die Skive Købstad bis 1852 umgab.

Die Gasse zwischen Sallinggade und Thomsensgade ist einer der erhaltenen Teile des alten Zollwegs. Foto: Unbekannter Fotograf, ca. 1930er Jahre.

Verbrauchssteuer

Der Status von Skive als Marktstadt bedeutete, dass die Bauern in der Umgebung von Skive verpflichtet waren, ihre Waren auf dem Marktplatz in Skive zu verkaufen. In den Jahren 1671 und 1700 wurden Zölle auf Waren eingeführt, die in die Marktstadt gebracht wurden. Das bedeutete, dass alle Händler eine so genannte Verbrauchssteuer entrichten mussten, wenn sie eine der drei Schranken in die Stadt passierten. 1707 wurde schließlich ein massiver Holzzaun um die Stadt errichtet, und außerhalb des Zauns wurde nach und nach ein Weg von Zöllnern angelegt, die nach dem Schmuggel von Waren über den Zaun Ausschau hielten. Der Weg wurde später Toldsten genannt und ist heute noch teilweise erhalten. Seit 2019 wird er mit gefälschten Münzen im Pflaster markiert.

Zöllner und Posekiggers

Der Zolldienst wurde von einem Oberzöllner geleitet, dem eine Reihe untergeordneter Beamter, auch Posekiggere genannt, unterstellt waren. Einer der Gründe dafür war, dass sie an den Schranken ein Auge darauf hatten, ob die Reisenden sauberes Mehl in ihren Taschen hatten oder Schmuggelware in den Mehlsäcken versteckt war. Einigen gelang es jedoch, Waren einzuschmuggeln, wie eine Geschichte aus dem Jahr 1820 zeigt, als ein Bauer ein als Priester verkleidetes Schwein an den Zollbeamten vorbeischmuggelte.

Der Bretterzaun und die Zollgrenze verschwanden 1852, als eine Folge der Verfassung von 1849 das Handelsmonopol der Marktgemeinden aufgehoben wurde.

Quellen

  • Mortensen, Svend: „Om toldere og syndere i det gamle Skive“, Skiveegnens Jul 1991, Seiten 5-11.
  • Der Zollpfad im Internet
Forfatter buhl