Mariane Andersen (1824 -1903)

Mariane Andersen, geborene Andersdatter, war die letzte Herstellerin von Jydepotter in Gammelstrup und damit die letzte Praktikerin einer jahrhundertealten Kunst und eines Handwerks.

Ihr Leben

Andersen wurde 1824 geboren und starb 1903 in der Stadt Gammelstrup, wo sie auch ihr ganzes Leben verbrachte.

In der Volkszählung von 1860 wird ihr Beruf als Herstellerin von Töpfen angegeben. Obwohl sie in erster Linie als Hausfrau tätig war, deutet dies darauf hin, dass 1860 noch ein gewisses Maß an Produktion stattfand.

Im Jahr 1852 heiratete sie den späteren Gemeindevorsteher Ole Andersen, mit dem sie mehrere Kinder hatte.

1894 brannte sie im Auftrag des Viborger Museums ein letztes Mal jütländische Töpfe, die an das Museum verkauft wurden. Zu diesem Anlass brannte sie alle möglichen Arten von jütländischen Töpfen und verzierte sie. Sie können sehen, wie viele verschiedene Typen es gab, von den typischen Dreibeinkannen über Kerzenständer und Mutterschaftskörbe bis hin zu Apfelschnitzpfannen. Alle sind je nach Typ mit komplizierten und unterschiedlichen Mustern verziert. Auf einigen kann man Kreuze sehen, die in den Boden geschnitten wurden, vielleicht um sie während des Brennens zu schützen.

Jütländische Töpfe in Gammelstrup

Jydepots sind schwarz gebrannte, unglasierte Steingutobjekte, die ohne Töpferscheibe von Hand geformt werden. Sie werden in einer sauerstoffarmen Feuerung gebrannt, in der Regel mit heißem Torf als Brennstoff.

Die eigentliche Herstellung jütländischer Töpfe als besondere Tradition fällt in den Zeitraum von 1500 bis 1880.

Obwohl der Name Jydepotter lautet, umfasst der Begriff alle Arten von Töpferwaren, die in dieser Tradition hergestellt werden.

Jydepotter wurden außerhalb der Marktstädte hergestellt, da sie vom Handwerksprivileg der Marktstädte ausgenommen waren.

Die Gegend um Gammelstrup war ein Zentrum für die Herstellung jütländischer Töpferwaren, da hier gute Bedingungen herrschten. Die Töpferwaren wurden nach Kvols verschifft, von wo aus sie per Schiff in ein großes Gebiet verkauft wurden.

Quellen

  • Volkszählung und Kirchenbücher der Gemeinde Gammelstrup
  • Fjends egnshistoriske forening – 1997-2022 Jubiläumsbuch S. 29-30
  • Guldberg, Mette, Pottebønder og bondeskippere -, Bol og By: Landbohistorisk Tidsskrift (1998)
Forfatter vedelslund