Magdalene Banner war eine Adelige in Dänemark um 1500. Sie war Herrin von Skivehus, von wo aus sie Skivehuslen verwaltete, das den Marktflecken und Sallingland umfasste. Außerdem war sie Grundbesitzerin von Østergård und Krabbesholm.
Banner war die Tochter von Erik Banner und Mette Rosenkrantz. Ihre Mutter starb 1533, und Margrethe Gyldenstjerne wurde die Stiefmutter von Magdalene Banner.
Banner heiratete Iver Krabbe, der u.a. Herr von Skivehus und Besitzer der späteren Güter Krabbesholm und Østergård war. Iver Krabbe starb im Jahr 1561.
Bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 1597 führte Banner sowohl das Gut als auch das Lehnsgut. Nach ihrem Tod auf Krabbesholm wurde sie zusammen mit ihrem Mann Iver Krabbe in der Åsted Kirke Harre Herred beigesetzt.
Als Gutsherr und Landbesitzer
Nach dem Tod von Iver Krabbe wurde das Lehen kurzzeitig von Jacob Skel übernommen. Dies war jedoch nur für einen sehr kurzen Zeitraum, und ab 1562 und für zehn Jahre danach war Banner selbst Herr des Gutes.
Banner war während des Nördlichen Siebenjährigen Krieges 1563-70 Herr von Salling. Sie war für die Erhebung zusätzlicher Steuern, die Eintreibung alter Schulden und die Rekrutierung von Soldaten zuständig. Nach dem Ende des Krieges wurde die Eintreibung weiterer Schulden in der Region aufgegeben.
Im Jahr 1572 gab Banner das Lehen an Gregers Ulfstand ab, angeblich aus persönlichen Gründen und mit dem Wunsch, sich mehr aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen. Im Allgemeinen galt Banner nicht als strenger Herr, und es gibt keine Beispiele für schwere Lasten für die Bürgerschaft.
Banner gelang es, seine Ländereien mit ansonsten steuerpflichtigen Bauernhöfen zu vergrößern. Der Adel durfte diese Höfe sonst nicht kaufen, da dies die Steuerbasis des Staates schwächte. Banner erhielt eine Sondergenehmigung für die Käufe, indem er die Höfe im Namen des Königs mit seinem eigenen Geld kaufen durfte, das der König später wieder einlösen konnte. Das Verhältnis zum König war gut, und zwischen Banner und Frederik II. gab es Gefallen und Gegengeschenke.
Quellen
- Lykke, Jacob, Unter Kvindevældet, Skivebogen 1910, S. 67-91