Jeppe Jensen Vinkel (1878-1921)

Zimmermeister und Baumeister Jeppe J. Vinkel (1. April 1878-10. Dezember 1921) war gelernter Zimmermann, aber trotz fehlender formaler Ausbildung entwarf er mehrere Dorfschulen und Gebäude in Skive. Er war ein aktiver Sozialdemokrat und engagierte sich in der Schützenbewegung. Im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg kam es zu einer Spaltung der Bewegung.

Das Werk des Architekten

Vinkel wurde in Højslev als Sohn des Mühlenbauers Niels Jepsen geboren. Als junger Mann machte er eine Ausbildung zum Zimmermann in Skive, arbeitete aber auch als Baumeister (Architekt). Er hatte keine formale Ausbildung, abgesehen von einem Kurs in Bauplanung an der Volkshochschule Vallekilde. Seine Spezialität waren kleine Dorfschulen. Er entwarf mehrere Dorfschulen, darunter Vridsted (1906), Dommerby Forskole (1907), Højslev St. und Fly Skoler (1908), Thorum Skole (1910), Lihme Skole (an der Adelgade) (1914), Højslev Kirkeby Hovedskole (1919) und Egeris Forskole (1921). In Skive entwarf er das große Lagerhaus der Arbejdernes Fællesbageri, Godthåbsvej 7 (1915), und „Sallinghus“, Nørregade 24 (1917-1919).

Der Politiker

Von 1909 bis 1920 vertrat er die Sozialdemokratische Partei im Gemeinderat von Skive Landsogn-Resen und war Mitglied des Vorstands des Parteivereins in Skive. Er war auch Mitglied des Vorstands der Genossenschaften Arbejdernes Fællesbageri i Skive und Skive Brugsforening.

Die Schützenbewegung

Der Erste Weltkrieg führt zu Teilung und Ausgrenzung

Vinkel war ein begeisterter Schütze und engagierte sich stark in der Schießsportbewegung. Als die Schützenbewegung in den 1860er Jahren entstand, sahen viele Konservative und Offiziere es als eine der Hauptaufgaben der Bewegung an, junge Schützen darauf vorzubereiten, im Bedarfsfall zum Militär zu gehen. Doch viele Radikale und Sozialdemokraten sahen das anders, und als der Erste Weltkrieg ausbrach, kam es zu einer Spaltung der Schützenbewegung.

Nach Ausbruch des Krieges forderte der Vorstand der dänischen Schützenvereine die Mitglieder auf, sich für den Militärdienst zur Verfügung zu stellen. Bei Kriegsausbruch war Vinkel Vorsitzender sowohl des Skive Skytteforening als auch des Salling Herreders Skytteforening, der Organisation von 30 Schützenvereinen in Salling. Vinkel war strikt dagegen, dass Schützen zum Militär gehen sollten. Er ist der Meinung, dass der Oberste Rat die Schießsportbewegung mit Politik in Verbindung bringt, indem er versucht, sie mit der Landesverteidigung zu verknüpfen: „Verteidigung und Militarismus sind ein und dasselbe“. Diese Aussage gefiel dem Obersten Rat, und der Fall endete damit, dass der Schützenverein Salling Herreders aus dem dänischen Schützenverband ausgeschlossen wurde.

Winkel trifft auf Unterstützung

In Salling gab es viel Unterstützung für Vinkel, und Hans Nielsen, Abgeordneter für Skive, sorgte dafür, dass Salling Herreders Skytteforening einen eigenen Posten im Finanzgesetz erhielt. Der Bruch mit den Schützenvereinen bedeutete auch, dass sich die Schützenbewegung in Salling in zwei Teile spaltete. Zehn Schützenvereine traten aus und gründeten ihre eigene Organisation. Sallinglands Skytteforening. In den letzten Jahren des Weltkriegs kamen die Schützenvereine wegen Munitionsmangels fast zum Erliegen, was vielleicht mit ein Grund dafür war, dass sich die beiden Organisationen 1919 zu einer Organisation zusammenschlossen: Salling Skytte- og Gymnastikforening. Im Zusammenhang mit der Fusion trat Vinkel als Vorsitzender zurück, blieb aber bis zu seinem Tod in der neuen Organisation aktiv.

Vinkels Tod und Gedenkstein

Der Zimmermann und Baumeister Jeppe Jensen Vinkel starb nach einigen Wochen schwerer Krankheit im Alter von 43 Jahren.

Nach seinem Tod wurde eine Sammlung zur Errichtung eines Gedenksteins an seiner Grabstätte organisiert. Hinter der Sammlung stand eine breite, parteiübergreifende Gruppe von Vinkels ehemaligen Gemeinderatskollegen und Bewohnern des stadtähnlichen Teils der Gemeinde Skive, in dem Vinkel gewohnt hatte. Der Gedenkstein wurde von dem Bildhauer Niels Hansen-Jacobsen, Vejen, geschaffen.

Quellen:

  • Niels Mortensen: „Eine gesunde Seele in einem gesunden Körper“ Idræt på landet 1861-1914, in: Skivebogen 1988, S. 37-61.
Forfatter henrik