Jens Lauritzen (1958 – 1997)

Produktmanager Jens Lauritzen (15. Februar 1958-19. Mai 1997) ist auf dem Friedhof von Skive begraben. Nach einigen Jahren im Ausland kehrte er nach Hause zurück und arbeitete für Audiounternehmen in Dänemark. Er starb an AIDS, kurz bevor eine Behandlung verfügbar wurde.

Die jungen Jahre und die dänische Karriere

Als junger Mann arbeitete Jens Lauritzen acht Jahre lang in Südeuropa als Reiseleiter für Tjæreborg und Spies Rejser. Er kehrte nach Dänemark zurück und arbeitete als Verwaltungsleiter bei der amerikanischen Lautsprecherfirma Cerwin Wega, wo er für den europäischen Markt zuständig war. Von dort wechselte Jens Lauritzen zu Sonofon in Aalborg, wo er als Produktmanager tätig war.

Hilfsmittel

Jens Lauritzen starb nach mehreren Jahren schwerer Krankheit an Aids – etwa zur gleichen Zeit, als Behandlungen entwickelt wurden, die die Entwicklung von HIV zu Aids verhindern konnten.

In Dänemark registrierten die Gesundheitsbehörden 1981 die ersten AIDS-Fälle unter schwulen Männern. In den Jahren von 1984 bis 1996, als eine neue Kombinationstherapie die AIDS-Epidemie bremste, verzeichneten die Gesundheitsbehörden in Dänemark insgesamt 2 001 AIDS-Fälle. Davon entfielen etwa 70 % der Fälle auf Männer, die Sex mit Männern hatten. Der Rest hatte sich auf andere Weise infiziert. Dabei handelte es sich um Bevölkerungsgruppen wie injizierende Drogenkonsumenten, Bluter, Sexarbeiter und Partnerinnen von Männern, die Sex mit Männern hatten. Die gleiche Verteilung ergab sich bei den etwa 4 500 Personen, die im gleichen Zeitraum als HIV-positiv registriert wurden. Im Jahr 1996 entwickelte die Medizin eine wirksame Kombinationstherapie, die die Entwicklung von HIV zu AIDS verhinderte. Die Behandlung beendete allmählich die Aids-Epidemie in Dänemark, und HIV wurde zu einer chronischen Krankheit, mit der gut behandelte Menschen ein normales Leben führen konnten.

Die letzten Tage

Zusammen mit seiner Partnerin beschloss Jens Lauritzen, seine letzten Tage im Sct. Maria Hospizzentrum in Vejle zu verbringen. In den letzten anderthalb Monaten vor seinem Tod wurde das Paar von einem Fernsehteam von TV Syd begleitet, das für TV-2 eine Fernsehsendung über die Entscheidung für ein Hospiz am Ende des Lebens drehte.

Quellen:

  • Skive Folkeblad 22. Mai 1997
Forfatter henrik