Holger Paaskesen war einer der Hauptverantwortlichen für die Gründung des Seminars in Skive. Er war auch eine treibende Kraft hinter dem Gesetz von 1954 über die Ausbildung an den Seminaren.
Geboren in Vejen, wurde er in Haderslev ausgebildet und unterrichtete anschließend in Glamsbjerg und Stenlille. Im Jahr 1929 wurde Paaskesen Lehrer in Gentofte, wo er bis zu seiner Ankunft in Skive tätig war.
Ab 1948 war er Stadtschulinspektor in Skive. In dieser Position setzte er sich für die Einrichtung eines Seminars in Skive ein, das 1952 eröffnet wurde. Danach war Paaskesen Schulleiter und verantwortlich für den Umzug der Schule zunächst in den Egerisvej und dann in die Dalgas Allé. Als langjähriges Mitglied des Vorstands der Lehrergewerkschaft wurde er von vielen als Vorsitzender angesehen, bevor er das Amt in Skive übernahm.
Paaskesen galt als sehr moderner Denker auf dem Gebiet der Bildung, wo er ein Verfechter der Freiheit und ein Gegner von Effizienzzielen in den Seminaren war. Viele Jahre lang musste man einen Beruf haben, um in das Seminar von Skive aufgenommen zu werden. Er beteiligte sich häufig an der Bildungsdebatte, nahm an mehreren Kommissionen teil und schrieb zahlreiche Briefe und Berichte.
Als Vorstandsmitglied des dänischen Lehrerverbandes war Paaskesen Mitglied von Kommissionen, die für eine bessere Gesetzgebung im Bildungsbereich sorgen sollten. Insbesondere hatte er großen Einfluss auf das Bildungsgesetz von 1952, das informell als „Lex Paaskesen“ oder Paaskesens Gesetz bekannt wurde. Das Gesetz war jedoch nicht sehr lange in Kraft. Der Wunsch, sich auf Prüfungen und akademische Ziele zu konzentrieren, führte dazu, dass neue Gesetze und Verordnungen ausgearbeitet wurden.
Quellen
- Skive Folkeblad 6/3-1972
- Skive – vom Hinterland zum Bildungszentrum, bogtrykkeriet i Skive 2001, S. 125-40