Big Blue Skive (Bauprojekt)

Big Blue Skive ist ein groß angelegtes Bauprojekt, das die Stadt rund um den Fluss vereinen und das Potenzial der Natur nutzen wird, um Skive zu einer attraktiveren Stadt zu machen.

Die Spende von Spar Vest Fonden

2015 beschloss der Spar Vest Fonden, den Bürgern von Skive ein Geschenk des Volkes zu machen, und zwar in Form einer Vision für eine bessere Stadt mit mehr Zusammenhalt. Das Ergebnis dieser Vision war das groß angelegte Bauprojekt von BiG (Bjarke Ingels Group) entlang des Flusses und des Fjords. Die Vision zielte darauf ab, das ungenutzte Potenzial der Stadt in Form des Flusses und des Fjords zu nutzen. Gleichzeitig wurde die Stadt durch die Schaffung eines Wegesystems zusammengeführt, das die mehrfache Überquerung des Flusses ermöglichte und so alle Teile der Stadt besser zugänglich machte. Der südliche Teil der Stadt entwickelte sich vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg und begann als Industriegebiet. Durch seine Lage auf der anderen Seite des Flusses und des Flusstals war er sehr deutlich vom historischen Nordteil der Stadt getrennt.

Einrichtung der Wegesysteme

Die Gemeinde Skive begann 2019 mit der Umsetzung des Projekts, indem sie den Eisenbahnweg und den Å-Weg einrichtete. Der Å-Weg wurde 2021 eingeweiht, und die verschiedenen Teile des Eisenbahnweges wurden nach ihrer Fertigstellung eingeweiht. Der Höhepunkt war die offizielle Einweihung von Kunsten, Trappen und Banestien im Sommer 2023. Banestien folgt der ehemaligen Bahnlinie bis zum Hafen. Teile der Bahnlinie wurden bereits 1962 stillgelegt, als der Bahnhof von Skive vom Viborgvej in die Søndergade verlegt wurde.

Die Wanderwege von Big Blue Skive führen kreuz und quer über den Fluss und sollen die Stadt „zusammennähen“. Deshalb heißt ein großer Teil des Wegesystems auch Syningen.

Um das Projekt zu finanzieren, beantragte die Kommune Skive über den Spar Vest Fonden 40 Millionen DKK für die Realisierung des Projekts. Spar Vest Fonden stellte schließlich 10 Millionen DKK zur Verfügung, und die Gemeinde Skive brachte die restlichen 30 Millionen DKK selbst auf.

Kunst am Wegesrand

Die Kunst am Gleis wurde von dem Künstler Oskar Koliander geschaffen und basiert auf der Industriegeschichte der Eisenbahn. Er verwandelt die ehemalige Bahnstrecke in eine Route für „Fantasie und Naturerlebnisse“. Das Kunstwerk trägt den Titel „Störungen“ und besteht aus sechs Kunstwerken: Die Welle, Der Turm, Die Tänzer, Der Ball, Der Museumsring und Der Fluss.

Oskar Koliander selbst hat einen lokalen Bezug zur Region Skive, denn sein Großvater wurde in Breum geboren und war Schweißer. Während des Krieges beteiligte er sich an der Widerstandsbewegung und half bei der Sprengung von Bahngleisen.

Die Skulpturen auf dem Wanderweg

Die Welle: Diese dem Hafen zugewandte Skulptur hat die Form einer Welle, die sich aus dem Gelände erhebt. Wie „The River“ ist diese Skulptur nicht vertikal beeindruckend. In ihrer Ausdehnung und Lage in der Nähe von Gebäuden ist ihre Größe dem Ort angemessen. Der gesamte Verlauf von Banestien beginnt und endet mit zwei wellenförmigen Gebilden, die sich, wie der Fluss und die Eisenbahn, durch die Stadt schlängeln.

Der Turm: Diese Skulptur, die früher am Hafen stand, hat sich in Richtung Stadt bewegt. Sie steht jetzt westlich des ehemaligen Funkhauses und nördlich des bestehenden Funkmastes. Durch den neuen Standort kann die Höhe der Skulptur als Orientierungspunkt für die nächste Skulptur entlang der Hafenstraße dienen.

Die Tänzerinnen: Diese Skulptur ist die höchste von allen, und mit ihrem Standort vor dem Tiertheater bildet sie einen klaren Punkt auf dem Spaziergang. Oder als Ziel, wenn auf dem Platz ein Fest oder andere Veranstaltungen stattfinden. Der Name kommt von der Art und Weise, wie die beiden Formen miteinander zu tanzen scheinen.

Der Ball: Diese Skulptur bildet eine runde Form mit zwei Schlaufen, durch die man klettern kann. Die Lage bei den Sportanlagen und dem ehemaligen Tennisclub macht es leicht, sich Gedanken über die Bezüge zu machen, aber die Inspiration stammt tatsächlich von einem Knoten.

Die erste Skulptur, auf die man auf dem Weg vom Stadtzentrum stößt, ist das Werk Åen. Eine gewundene Verzerrung der Eisenbahnstrecke, die neben dem direkten Bezug zum Fluss auch auf die gebogenen Schienen und die in der Sommerhitze am Horizont schimmernde Fata Morgana anspielt. Dieses Werk weist die Fußgänger auf das vor ihnen liegende Geschehen auf der Bahntrasse hin. Da der Platz zwischen der Spar Nord Arena und dem Kinderparadies begrenzt ist, wurde eine Skulptur gewählt, die den Raum in der Höhe nicht einnimmt.

Der Museumsring

Der letzte Teil von Oskar Kolianders Kunstprojekt Disturbances ist der Museumsring. Dieser Teil des Projekts wurde entworfen, um einen Zugang zum Haupteingang des Museums von der Bahntrasse aus zu schaffen, aber auch um eine Verbindung zwischen dem Museumseingang und der Bahntrasse herzustellen. Der Museumsring bildet eine Schleife auf der Bahntrasse in Form eines Kreises, der einen neuen Platz mit Treppen und Tribünen einrahmt. Die Inspiration für den Platz stammt von den antiken Amphitheatern, die den Stadtbewohnern einen Ort für Sport, Spiel und Geselligkeit boten.

Auf dem Ring befinden sich zwei Skulpturen, die sich gegenüberstehen. Die östliche besteht aus zwei großen Schleifen, bei der westlichen sind die Schienen hochgezogen und auseinander gebogen. Zusammen bilden sie eine offene und eine geschlossene Form, und wenn man auf dem Weg von Westen nach Osten geht, reihen sich die beiden Skulpturen aneinander und bilden überlappende Formen. Wenn man auf beiden Seiten des Rings steht, rahmen sie den Raum und den Blick auf das Museum ein. Die breite zentrale Treppe schafft eine visuelle Bewegung in Richtung des Museums und seines Eingangs.

Forfatter mahav