Die Höhle:
Die Höhle stammt aus der Zeit von 1808 bis 1810, als sich Dänemark im Krieg mit England befand. Der Krieg bedeutete einen Mangel an vielen Ressourcen, weshalb die Finanzkammer 4000 Rigsdaler bewilligte, um den Kohleabbau auf Fur zu versuchen. Verantwortlich für die Arbeiten war Bjergkandidat Mynster, der von den Schachtarbeitern Stiger Sunne und Holmboe, beide aus Segeberg Gibsbrud bei Lübeck, und 10 Arbeitern unterstützt wurde. Später kam ein Aufseher aus einer stillgelegten Silbermine bei Kongsberg namens Preus mit 4 schwedischen Kriegsgefangenen hinzu. Die Arbeiten unter der Leitung von Mynster fanden an vier verschiedenen Orten auf der Insel statt. An drei Stellen gruben sie offene Schächte bis zu einer Tiefe von 50-55 Metern in den Boden, aber auf Rødsten gruben sie zunächst einen Stollen (Grubengang) 110 Meter in den Hang und dann am Ende des Ganges einen 50 Meter tiefen Schacht. Trotz all dieser Arbeiten wurde keine einzige Spur von Kohle gefunden, so dass die Schächte aufgegeben und der Gang versiegelt wurde.
Die Wiederentdeckung:
Doch 1895, nach dem Winter, wurde in Rødsten eine Entdeckung gemacht. Ein unterirdischer Gang von 3 Ellen Breite, der 70 bis 100 Ellen in den Hang hineinreichte und hoch genug war, dass ein Mann aufrecht gehen konnte. Am Ende des Ganges mündete er in eine kleine Höhle mit einer Pflanze in der Mitte. Die Erinnerung an die Geschehnisse war nicht mehr ganz so lebendig, und so gibt es Geschichten über zahlreiche schwedische Kriegsgefangene, die auf der Insel geflohen sind und sich davonstehlen.
Andere Deutungen der Existenz der Höhle gehen auf alte Legenden von Trollen und Geächteten zurück.
Außerdem soll König Frederik der 7. in den 1850er Jahren in der innersten Höhle zu Mittag gegessen haben. Das ist nicht unmöglich, da Frederik der 7. und Gräfin Danner 1852 bei einem Besuch in Skive am 24. Juni 1852 im Limfjord segelten.
Heute, im Jahr 2025, nagt das Meer weiter an der Klippe, die ihren Namen von dem langen Durchgang – der Stolle – hat, der zur Erosion der Klippe beiträgt.

Die schwedische Höhle an der Nordküste von Furs wird heute Stolleklint genannt. Der Name „Stolle“ bedeutet Grubengang.
Lokales Archiv Furs
Quellen:
Pelz Lokales Archiv
Breiner Jensen, Magne; Die schwedische Höhle auf Pelz. N. I.V. 1971.
Skivefolkeblad 6/5/1969
Skivefolkeblad 16/2/1934
Skivefolkeblad Juni 1895
Øst- vest Fuur best, A. C. nielsen 1953.
Weihnachten in Skive 23. Jahr 1952
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