Der Standort der Fähre:
Zwischen Sundstrup und Virksund fließt der Hjarbæk Fjord an seiner engsten Stelle, und Virksund wurde für den Bau einer Fähre ausgewählt. Die Fähre war im Besitz eines Königs, eines Bischofs, eines Herren, eines Bauern und schließlich eines Fährmanns und Gastwirts.

Die Fährmannsfamilie:
Wahrscheinlich gab es schon um 1100 eine Fährverbindung über den Virksund. Im Jahr 1514 bestätigte der König die Lizenz für die Fähre. Die Fähre war in den 1700er und 1800er Jahren in Betrieb. Die Fährverbindung über den Virksund war Teil der kürzesten Landverbindung zwischen Aalborg und Skive.
Die Familie Frederiksen verdiente ihren Lebensunterhalt seit 1838 als Fährleute und Gastwirte. Der erste der Familie Frederik Nielsen schrieb an die Gemeinde, dass 1839 der Fährkahn 70 Fahrten, das mittlere Boot 12 Fahrten, das Segelboot 11 Fahrten und das Beiboot 100 Fahrten über die Meerenge gemacht hatte. 1844 erhielt Frederik eine Konzession für den Betrieb eines Gasthauses. Als Ende des 19. Jahrhunderts in Nordjütland und Westhimmerland die Eisenbahnen gebaut wurden, ging die Kundschaft der Fähre stark zurück.
Die Fährgesellschaft in Virksund beantragte eine Motorfähre, erhielt sie aber nicht. Im Jahr 1929 wurde der Kahn, der als Fähre gedient hatte, zerhackt. Stattdessen musste der Fährmann die Kunden nun mit einem Ruderboot bedienen. Das bedeutete, dass nur Fußgänger, Radfahrer und vielleicht ein einziges Motorrad über die Meerenge befördert werden konnten.
Als 1966 der Damm über den Virksund eingeweiht wurde, stellte die letzte Ruderfähre des Limfjords ihren Betrieb ein.
Der letzte Fährmann:
Peter Frederiksen war im Alter von 7 Jahren in die Fährgesellschaft eingetreten. Er half beim Rudern des großen Fährkahns. Bei gutem Wetter konnte die Fähre von zwei Personen gefahren werden, bei schlechtem Wetter brauchte man fünf bis sechs starke Männer, um sie über die Meerenge zu rudern. Im Jahr 1927 übernahm er die Fähre und die Fährkneipe von seinem Vater. Während Peters Zeit an der Fähre waren Pferde und Rinder die Hauptfracht der Fähre. Selbst mit der Ruderfähre wurden die Rinder übergesetzt, indem man sie mit einem langen Seil an das Boot band und schwimmen ließ. Als die Fährgesellschaft 1966 ihren Betrieb einstellte, weinte er mit trockenen Tränen, da es sich um eine geerbte Aufgabe ohne nennenswerten Verdienst handelte.
Quellen:
Jensen, Elle; Virksund Færgested. Aus der Provinz Viborg. 1953.
Gormsen, Gudrun; Die letzte Ruderfähre des Limfjords. Ankertovskrogen Hjarbæk Sjægtelaug Jubiläumsschrift 2001.
Skive Volkszeitung
#Virksund #Hjarbæk Fjord #fähre #überführung #Sundstrup #pub