Bildung:
Jacob Jensen (JJ) schloss die 7. Klasse ab und begann 1942 eine Ausbildung zum Sattler und Tapezierer. Der Betrieb polsterte und bezog auch Möbel. JJ schloss seine Ausbildung mit einem Meisterstück ab, das er selbst als solches bezeichnete: „…ein Stuhl mit Ohrenklappen und Federn in den Armlehnen – ein abscheuliches Ding, gepolstert mit großblumigem Cretonne, so dass er wie die Frau eines Fischhändlers mit breitem Rücken aussah…“. Polstern war nicht JJs Leidenschaft, das letzte Sofa, an dem er arbeitete, stammt aus dem Jahr 1949.
Neben seiner Lehr- und Gesellenzeit arbeitete er mit seinem Vater zusammen. Das Ergebnis war eine Reihe von selbst entworfenen Stühlen. Ein Architekt, der zufällig vorbeikam, lobte die Möbel und ermutigte JJ, sich an der Technikerschule zu bewerben. An der Technischen Schule in Kopenhagen wurde JJ zum Möbeldesigner ausgebildet. Seine Abschlussprüfung legte er am 31. März 1952 ab.
Arbeit:
Von 1952 bis 1959 arbeitet JJ im Designstudio Bernadotte & Bjørn, während dieser Zeit verbringt er zwei Jahre in den USA.
Im Jahr 1958 gründete er sein eigenes Designstudio Jacob Jensen Design. Von diesem Unternehmen aus trug er in den folgenden Jahren zur Entwicklung von Designklassikern bei. Im Jahr 1966 verlegte er das Studio nach Hejlskov in Fjends.
1964 wechselte er zu Bang und Olufsen (B&O), wo er bis 1987 an der Designlinie von B&O mitarbeitete.
Durch seine Arbeit als Designer trug JJ zum Design vieler verschiedener Arten von Konsumgütern bei: Küchenschüsseln, Audio- und Hi-Fi-Produkte, Bürostühle, Telefone, Uhren, Autos, Diagnosegeräte, Gegensprechanlagen, Brillen, Küchengeräte, Windturbinen, Solarien, Lautsprecher, Modems, Hausboote, Öfen und Möbel.
Auszeichnungen:
Nach Abschluss der Lehre nahm er 1949 am „Schulpreis der Technischen Gesellschaft für Handwerker“ teil. Sein Beitrag – ein Schreibtischstuhl – wurde mit einer Bronzemedaille und einem Geldpreis ausgezeichnet.
(wird gemeinsam an Designer und Kunden vergeben): ID-Preis (10 mal 1968-96), „IF“ Gute Industrie Form, Hannover (25 mal 1966-99), „Gold Sim Prize“ – Italien 1974+1977, „Top Form“ – Italien 1974+1976, „Design Plus“ – Deutschland 1988 +1990, „Antwerpen De Post Award“ – Belgien 1973, „Japan Grand Prize“ 1976, „Fortune Award“ USA 1977, „IDSA Award“ USA 1978, Thorvald Bindesbøll Medal 1983, International Design Award – Osaka 1985, „Good Design“ Osaka 1986 + 1989, ID Klassiker Pris Kbh. 1990, „Norsk Design“ 1990 + 1991, „Red Dot“ -Essen 1993 + 1996, „Design Auswahl 1994, „Innovative Design no. 1“ – Düsseldorf 1994 + 1995, „Der Feinschmecker“, Hamburg 1996.
Ritter von Dannebrog 1996.
Quellen:
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Jensen, Jacob: Anders, aber nicht fremd. Memoiren eines Designers. Gyldendal 1987. Seiten 73-80, 187-188.