Kirche:
Die Glyngøre-Kirche wurde am Palmsonntag, dem 13. April 1919, vom Bischof von Viborg Alfred S. Poulsen (1901-1921) und 11 Priestern der Diözese geweiht.
Architektur:
Das Kirchengebäude ist im romanischen Stil gebaut und wurde vom Architekten Charles Jensen aus Brønderslev entworfen. Die Kirche ist aus weiß verputzten Ziegeln mit den gleichen Abmessungen wie der Mönchsstein gebaut. Das Gebäude besteht aus einem Chor, einem Kirchenschiff, einem Turm und einer Vorhalle.
Die Grundsteinlegung:
Am 16. August 1918 wurde der Grundstein in der Grundsteinkammer gelegt. Dies geschah in einer Feierstunde, an der 150 Personen teilnahmen. Die Ansprachen wurden von einem schmucklosen Rednerpult – einer umgedrehten Maurerwanne – gehalten. Die Ansprache gipfelte in der Verlesung der Urkunde durch den Pfarrer, die anschließend in einer Bleikapsel in der Grundsteinkammer aufbewahrt wurde.
Der Text lautete: Das Jahr 1918 im Monat August im fünften Jahr des Weltkrieges, als Christian der Zehnte König von Dänemark war, war Th. Poulsen Minister für Kirchenangelegenheiten, A. H. Poulsen Bischof der Diözese Viborg, S. M. Vestergaard Propst von Salling Herreder und S. B. Helms Pfarrer der Gemeinden Nautrup, Sæby und Vile war, wurde der Grundstein für diese Kirche gelegt. Im Jahr 1915, im Januar des zweiten Jahres des Zweiten Weltkriegs, wurde mit dem Bau dieser Kirche begonnen, als der Bürgerverein von Glyngøre Stationsby auf Anregung und Empfehlung des Vereinsvorstandes mit dem Bau begann. Die Gemeinde zählte damals 600 Einwohner. Auf einer Bürgerversammlung im Februar desselben Jahres wurden folgende Frauen und Männer gewählt, um die Arbeiten voranzutreiben und auszuführen: 1. der Lehrer Jens Mikkelsen, 2. Signe Espersen, Ehefrau des Nassfabrikanten Jørgen Espersen, 3. der Fischexporteur Christian Jørgensen, 4. der Bahnhofsvorsteher Hans Andreas Frederik Gam und 5. Marie Pedersen, Ehefrau des Depotarbeiters Thomas Pedersen. 1917 zog Signe Espersen nach Aarhus, woraufhin der Ausschuss durch Margrethe Pedersen, die Witwe des Fischhändlers Peder Pedersen, ergänzt wurde. Die erwähnte Margrethe Pedersen stiftete den sogenannten byhøj für ein Baugrundstück und einen Friedhof. Damals war das Gelände sehr uneben, mit dem fünf Meter hohen, mit Heidekraut bewachsenen „Byhøj“ in der Mitte. Sein Wert als Baugrundstück lag bei etwa 1000 DKK. Durch freiwillige Spenden praktisch der gesamten Stadtbevölkerung sammelte der Ausschuss 3500 DKK von den Gemeinden Nautrup, Sæby und Vile. Wohltätige Bürger in Nykøbing auf Mors spendeten über 2.000 DKK und gleichgesinnte Bürger in der Stadt Skive gaben rund 500 DKK. Und die Spenden in vielen Kirchen der Diözese Viborg erbrachten rund 2500 DKK. Der Minister für Kirchenangelegenheiten bewilligte 40.000 DKK aus der Staatskasse. Der Entwurf für die Kirche und die Bauleitung wurden vom Architekten Charles Jensen aus Nørre-Sundby (früher Brønderslev) ausgeführt. Das Kirchengebäude wurde von Maurermeister Sejersen aus Nykøbing gebaut, unter der täglichen Aufsicht von Maurer Martin Østergaard und Zimmermann August Sørensen, beide aus Glyngøre Stationsby.
Das Dokument schloss mit dem folgenden Gebet:
Allmächtiger, dreifaltiger Gott, unser lieber himmlischer Vater, Sohn und Heiliger Geist, wir bitten dich, dass du durch deine Taufe, dein Sakrament und dein Wort alle Tage in diesem deinem Haus lebst und arbeitest, damit wir und die Generationen, die nach uns hier leben, immer Liebe, Klarheit und Kraft finden, unser Leben vor deinem Angesicht zu leben, zu deiner Ehre und uns zur Freude und ewigen Seligkeit.
Quellen:
Kristian Pedersen: En kirke bliver til. 1994
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