Daugbjerg ist ein Dorf in der Gemeinde Daugbjerg in Fjends herred. Der Ort ist vor allem für die nahe gelegenen Daugbjerg-Kalksteingruppen und die damit verbundenen Legenden über Jens Langkniv und den nahe gelegenen Daugbjerg Dås bekannt. Geschichtsinteressierte haben die Möglichkeit, die restaurierte Wassermühle und das Minidorf Daugbjerg zu besuchen.
Geschichte von Daugbjerg
Es gibt Belege für eine dauerhafte Besiedlung des Ortes aus der Zeit um 400 n. Chr., als sich der Ort etwa einen Kilometer westlich der Kirche auf dem Hof Kærgaard befand. Der Haupterwerbszweig der Stadt scheint damals die Textilproduktion gewesen zu sein, und die Einwohner von Daugbjerg nutzten die Senke, um viele Brunnen zu bauen, die zum Färben der Textilien verwendet wurden.
Im Laufe der Zeit hat sich der Ort etwas nach Westen verschoben, näher an den Kalksteinbruch im Dybdalen nördlich der Stadt, und es ist sicher, dass er um 1100 gegründet wurde, als die Steinkirche gebaut wurde. Wahrscheinlich gab es aber schon früher eine Holzkirche auf dem Hügel.
Seit der Eröffnung der Kalkgruben und bis zu ihrer Schließung im Jahr 1872 arbeiteten einige Einwohner der Stadt in der Gewinnung von Kalk, der in vielen Teilen Dänemarks zum Kirchenbau und zum Bleichen verwendet wurde. Die Grube und der Wald, in dem sie sich befindet, wurden später wiederentdeckt und das Gebiet wurde unter Schutz gestellt.
Das Feuer
In der Nacht vom 20. auf den 21. April 1791 brach ein Feuer aus, das einen großen Teil der Stadt niederbrannte. Insgesamt brannten 8 Bauernhöfe, 5 Häuser und 2 Scheunen nieder. In einer Zeit, in der es noch keine Versicherungen und dergleichen gab, stellte dies natürlich eine große finanzielle Belastung für die Stadt dar. Allerdings scheinen die Betroffenen vorübergehend keine Steuern zahlen zu müssen, was aber nur ein schwacher Trost ist. Ein Brand dieses Ausmaßes hinterließ offensichtlich seine Spuren in der armen Stadt, und man kann sehen, wie der Brand und die Legenden in den gesammelten Volkserzählungen miteinander verbunden wurden.
Mehrere Legenden in der Folklore wurden mit diesem Brand in Verbindung gebracht. Zum einen die Geschichten über die Öffnung des Daugbjerg Dås, wo der Sage nach ein Schatz von den Bergleuten vergraben wurde. Der Versuch der Menschen, sich den Anblick der brennenden Stadt oder die Bedrohung durch das Feuer vorzustellen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Erzählung. Ähnlich verhält es sich mit der Geschichte von „Sølle-Jens“. Sølle-Jens soll ein Wechselbalg gewesen sein (d. h. eine Person, die mit einem der Bergmänner aus Daugbjerg Dås vertauscht wurde). Der eigentliche Austausch wurde als Folge des Brandes erzählt, bei dem Jens verschwand und erst einige Jahre später zurückkehrte.
Sehenswertes in der Stadt
Daugbjerg-Kirche: Eine um 1100 erbaute Dorfkirche, der Turm wurde zwischen 1400 und 1500 gebaut.
Mini-Dorf: Eine originalgetreue Kopie von Daugbjerg, wie es vor dem Brand von 1791 aussah. Besteht aus 150 Gebäuden im Verhältnis 1:10
Wassermühle: Eine Mühle, die mindestens seit 1611 existiert und ihr Rad durch die Jordbro Å treibt. Die Mühle diente eine Zeit lang als Stromerzeuger für die Stadt. Die Mühle wurde 1950 stillgelegt, ist aber heute restauriert.
Daugbjerg Dås: Geschützter Toteisberg, um den sich viele Legenden ranken. In jüngerer Zeit wurde er als Zentrum für Volks- und politische Versammlungen genutzt.
Gemeindezentrum: Ursprünglich 1908 erbaut
Aufgegebene Einrichtungen
Schule: Aufgelöst im Zusammenhang mit der neuen Zentralschule in Mønsted 1963
Molkerei: Gegründet 1906 als Privatmolkerei, wurde 1921 zur Genossenschaftsmolkerei
Quellen
- Dänische Sagen: Evald Tang Kristensen
- Kærgård, Daugbjerg – Ein Dorf mit Textilproduktion aus der späten Eisenzeit: Mette Klingenberg und Kamilla Fiedler Terkildsen
- Skivebogen 1911 : historisches Jahrbuch für Skive und Umgebung
- Trap Danmark 5: Daugbjerg Gemeinde