Die Plantage von Jensen & Sørensen

Die Plantage von Jensen & Sørensen ist eine 260 Hektar große Plantage in der Nähe von Rønbjerg. Die Plantage befindet sich in einem großen Naturgebiet zwischen Skive und Vinderup. Eigentümer und Betreiber sind die Nachkommen von Andreas und Frederikke Sørensen und Marinus und Else Jensen.

Früher bestand das Gebiet aus Moor und Heide, und ab 1899 betrieben die Familien Jensen und Sørensen hier die Rønbjerg-Torfabrik, die zu den größten in der Gegend gehörte. Als die Torfmasse allmählich zur Neige ging, beschlossen die Familien, das große Moor- und Heidegebiet für die Forstwirtschaft zu nutzen.

Das Moorgebiet Halsen in der Plantage von Jensen & Sørensen. Foto: Kristian Buhl Thomsen, 2021.

Torfabrik Rønbjerg

1899 schlossen sich der Drucker Marinus Jensen (Skive Folkeblad) und der Landwirt Andreas Sørensen zusammen und gründeten die Rønbjerg Tørvefabrik in der einsamen Heide- und Moorlandschaft bei Rønbjerg. 22 Jahre zuvor war der Bahnhof in Rønbjerg eröffnet worden, und die Nähe zur Eisenbahn bot eine gute Grundlage für den Transport von fertigem Torf als Brennstoff zu den Verbrauchern.

Zuvor lebten in dem Gebiet zahlreiche Torfstecher. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden sie allmählich in die übrige Gesellschaft integriert. Viele fanden unter anderem Arbeit in der Torfindustrie.

Die Nachfrage nach Torf war während des Ersten Weltkriegs groß, als es an anderen Brennstoffen mangelte. In den folgenden Jahrzehnten hielt die Nachfrage an und erreichte ihren Höhepunkt während des Zweiten Weltkriegs, als erneut Brennstoffknappheit herrschte.

Umstellung auf Forstwirtschaft

Bereits in den 1920er Jahren wurde klar, dass die Moore irgendwann leer sein würden, und 1926 beschlossen die Familien Jensen und Sørensen die schrittweise Umstellung auf Forstwirtschaft. Dies geschah durch die Gründung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung „Jensen og Sørensenens Mindeplantage“ mit insgesamt 30 Anteilen – 15 für jede Familie.

Die Torfproduktion wurde 1948 vollständig eingestellt, und in den folgenden Jahren wurden große Flächen von den Gesellschaftern und ihren Ehepartnern und Kindern an sogenannten Pflanztagen bepflanzt. Der Charakter des Gebietes änderte sich dramatisch und war nun geprägt von schönen Waldwegen durch eine herrliche Naturlandschaft.

Die Zahl der Anteile beträgt heute (2025) 120, davon 60 für jede Familie. Die tägliche Verwaltung der Plantage obliegt dem Verwaltungsrat, der bis 1975 aus vier und später aus sechs Mitgliedern bestand.

Wanderung auf der Plantage von Jensen & Sørensen im Jahr 2024, Foto: Kristian Buhl Thomsen.

Quellen

Forfatter buhl