Flyndersø:
Der Flyndersø ist der größte Moorsee Dänemarks und liegt etwa 10 Kilometer südwestlich von Skive. Hier gibt es ein reiches Vogelleben. In der Gegend gibt es auch Möglichkeiten zum Wandern.
Am nördlichen Ende des Sees befindet sich die Flyndersø Mühle, eine Mühle, die seit mindestens 1463 existiert. Mehr über sie erfahren Sie im Artikel Flyndersø Mühle.
Der Landgewinnungsversuch:
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren verschiedene Arten der Landgewinnung weit verbreitet, darunter die Kultivierung von Moorland und die Trockenlegung von Feuchtgebieten. Unter der Leitung von Enrico Mylius Dalgas und Hedeselskabet gab es im ganzen Land zahlreiche Initiativen, um Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen zu schaffen.
Auch in Flyndersø und Skallesø gab es eine solche Initiative, an der Dalgas zwar nicht persönlich beteiligt war, die er aber begleitend bewertete. Vier Männer, von denen keiner aus der Gegend stammte, schlossen sich zusammen, um zu versuchen, Teile des Sees trocken zu legen. Trotz des Widerstands der örtlichen Landbesitzer wurde 1871 mit dem Abpumpen des Wassers begonnen, nachdem Land erworben worden war.
7. im Oktober 1871 schrieb Skive Avis Arbeiter für die Arbeiten aus. Etwa 100-150 dänische, schwedische und deutsche Arbeiter führten die Arbeiten aus.
Für die Arbeiten wurden drei Maschinenanlagen mit Pumpen gebaut, von denen eine durch eine große niederländische Windmühle angetrieben wurde. Doch egal, wie viel gepumpt wurde, es half nichts, denn die unterirdischen Quellen füllten den See weiterhin und das Wasser von den Hängen floss in den See.
Im Jahr 1873 brach schließlich ein Damm zusammen, und ein Wagen mit Zementblöcken, der auf dem Damm stand, wurde auf dem Grund des Sees begraben. Kurz darauf wurden die Arbeiten eingestellt, als man feststellte, dass die Naturgewalten in Flyndersø nicht gebändigt werden konnten. Ende 1873 wurden Maschinen und andere Ausrüstungsgegenstände der Flyndersø-Mühle versteigert, und damit war das Unternehmen endgültig am Ende.
In den 1940er Jahren wurde erneut über eine Trockenlegung nachgedacht, doch dieses Mal wurde die Idee noch in der Planungsphase verworfen.
Noch heute sind die Reste der ausgehobenen Kanäle und Deiche an der Nordseite des Flyndersø zu sehen.
Literatur:
Hansen, Kjeld: „En lykkelig tragedie i Flyndersø“, aus https://www.dettabteland.dk/midtjylland/flyndersoe.pdf, zuletzt besucht am 17.12.2024
Laustsen, Svend: „Estvad og Rønbjerg sogne. 1. del : Hovedtræk af sognenes historie indtil 1880“, Skive Museums Forlag, 2000
Unbekannter Autor: „Flyndersø og Hjelm Hede“ von https://www.destinationlimfjorden.dk/limfjorden/den-store-guide/flyndersoe-og-hjelm-hede-gdk602141, zuletzt besucht am 18-12-2024
Vedelslund: „Flyndersø Mølle“ von https://www.skivewiki.dk/flyndersoe-moelle/, zuletzt besucht am 18-12-2024